Die Menhire von Clendy, Yverdon-les-Bains

«Wenn an Sommerabenden die Hitze abnimmt, gehe ich gerne am Seeufer spazieren. Ich überquere den Strand, wo sich noch Badende befinden, bis zur Lichtung in Clendy. Dort schlendere ich zwischen den ganz besonders angeordneten Menhiren umher und frage mich, wie und zu welchem religiösen Zweck sie wohl aufgestellt wurden. In der Stille der Dämmerung habe ich das Gefühl, wohltuende Wellen zu spüren, die von diesen riesengrossen Steinen ausgehen. Unter den Energieorten in der Region Yverdon-les-Bains ist es derjenige, der mir das grösste Wohlbefinden verschafft – ganz in der Nähe meines Wohnorts.»

Stefan

Infos

Auf öffentlichem Grund, immer zugänglich. Freier Eintritt.

Anreise: vom Bahnhof Yverdon 20 Min. zu Fuss oder den Bus Nr. 1 bis Clendy nehmen. Die Eisenbahnschienen überqueren und nach 150 m dem Wegweiser "chemin pédestre" (Fussweg) folgen.

Gut zu wissen

Als infolge der Juragewässerkorrektion (1869-1883) der Wasserspiegel im oberen Teil des Neuenburgersees um 2,7 m sank, kamen bei Clendy die Menhire zum Vorschein. 

Die 45 erratischen Blöcke – Findlinge, die vom Rhonegletscher hierher transportiert wurden – sind so behauen, dass sie eine menschliche Form haben. Manche erreichen eine Höhe von 4,5 m und ein Gewicht von 5 Tonnen. Sie sind mit in der Jungsteinzeit geschaffenen Statuen im Mittelmeerraum vergleichbar. 

Aufgrund des starken Vordringens des Sees erodierte der Boden und die Statuen-Menhire fielen um das Jahr 850 v. Chr. um. Sie wurden 1986 wieder aufgerichtet. 

Diese in der Schweiz einzigartige Stätte weist grosse Ähnlichkeit mit Carnac in Frankreich auf. Manche Besucher meinen hier wohltuende Wellen zu spüren.

Office du Tourisme et du Thermalisme
Av. de la Gare 2
1401 Yverdon-les-Bains
T. +41 (0) 24 423 61 01

Die Menhire von Clendy, Yverdon-les-Bains