Sankt-Martinsfest

"Nach einem kurzen Halt auf dem Markt von Pruntrut bringt uns der Bus nach Chevenez, einem kleinen, sympathischen Dorf, das an diesem Wochenende aus allen Nähten platzt. Die Festhalle ist bald gefüllt, während im Zelt nebenan Knittelverse und Freiwillige rotieren. Auf dem Tisch: alles Feine vom Schwein! Dieses Motto erinnert uns daran, dass die Bauern früher in den ersten Novemberwochen ein Schwein schlachteten. Alles, was konserviert werden konnte, wurde zum Räuchern in den Vorratskeller gebracht. Aber es blieb noch viel Fleisch, das sofort gegessen werden musste. Deshalb wurde ein Festessen mit nicht weniger als neun Gängen organisiert, das Sankt-Martinsfest. Wer nicht viel isst, soll nach Hause gehen. Für mich kein Problem, ich blieb und das Fest dauerte die ganze Nacht!"

Jean, 40 Jahre

Infos
Im November endet im bäuerlichen Leben alljährlich ein Zyklus. Die Ernten sind eingebracht, die grossen landwirtschaftlichen Arbeiten abgeschlossen. Zeit, innezuhalten und durchzuatmen. Noch heute wird deshalb in den Familien das Sankt-Martinsfest gefeiert. In den Restaurants wird an drei Wochenenden, das heisst vor, während und nach dem traditionellen Fest, das typische St. Martinsessen serviert. Die Bauern schlachten eine Woche vor dem Fest ein Schwein, das die Basis für das üppige Festmahl ist. Das Menu variiert von Familie zu Familie, wird aber den modernen Essgewohnheiten zuliebe zunehmend leichter zubereitet.

Gut zu wissen
In Pruntrut findet am Sankt-Martinswochenende und eine Woche danach, am Revira-Wochenende, ein Martinimarkt mit einheimischen und hausgemachten Produkten statt.

Download

Geschichte des Sankt-Martinsfestes | PDF, 59 kB
St. Martinsmenu | PDF, 116 kB

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